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19. Februar 2026

Elterngeld 2025 – Alles, was Eltern wissen müssen

Das Elterngeld ist eine staatliche Unterstützung für Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern. Es soll den Einkommensausfall ausgleichen, wenn ein Elternteil nach der Geburt weniger oder gar nicht mehr arbeitet, um sich um das Kind zu kümmern. Damit trägt es zur finanziellen Absicherung von Familien bei und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

— SundaeOS Redaktion · 10 Min. Lesezeit

Elterngeld – Familie mit Kleinkind beim Spaziergang

Dauer und Höhe des Elterngeldes

Das Elterngeld wird in verschiedenen Varianten angeboten, und die Dauer sowie die Höhe der Unterstützung hängen von der individuellen Situation der Eltern ab.

  • Basiselterngeld: Bis zu 12 Monate gezahlt, mit der Möglichkeit, auf 14 Monate zu verlängern, wenn beide Elternteile die Betreuung teilen. Die Höhe beträgt zwischen 65 % und 100 % des vorherigen Nettoeinkommens, wobei der Mindestbetrag 300 € und der Höchstbetrag 1.800 € pro Monat beträgt.
  • ElterngeldPlus: Diese Variante kann bis zu 24 Monate in Anspruch genommen werden, jedoch nur in halber Höhe des Basiselterngeldes. Besonders vorteilhaft ist sie für Eltern, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten und so eine flexiblere Gestaltung ihrer Arbeits- und Familienzeit anstreben.
  • Partnerschaftsbonus: Eltern, die beide zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten, können bis zu vier zusätzliche Monate ElterngeldPlus erhalten, was die gemeinsame Verantwortung für die Betreuung des Kindes fördert.
  • Mindestbetrag: Eltern, die vor der Geburt kein Einkommen hatten, haben Anspruch auf den Mindestbetrag von 300 € monatlich, um sicherzustellen, dass auch diese Familien eine gewisse finanzielle Unterstützung erhalten.

Gut zu wissen

Basiselterngeld und ElterngeldPlus lassen sich flexibel kombinieren. So können Eltern beispielsweise zunächst Basiselterngeld beziehen und anschließend auf ElterngeldPlus wechseln, wenn sie in Teilzeit zurückkehren.

Änderungen ab 2025

Ab 2025 gibt es einige wesentliche Neuerungen. Die Einkommensgrenze für den Bezug wird von bisher 300.000 € für gemeinsam veranlagte Paare und 250.000 € für Alleinverdiener auf 175.000 € pro Jahr reduziert. Dies bedeutet, dass einkommensstarke Familien künftig keinen Anspruch mehr auf Elterngeld haben werden.

Zudem gibt es flexiblere Teilzeitregelungen. Eltern, die zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten, können weiterhin Förderung beziehen, und der Partnerschaftsbonus wird flexibler gestaltet.

Für Eltern von Frühgeborenen gibt es ebenfalls Verbesserungen: Sie können zusätzliche Monate Unterstützung erhalten, je nach Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes.

Steuerliche Aspekte

Das Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt. Dies bedeutet, dass das zu versteuernde Einkommen erhöht wird, wodurch sich der persönliche Steuersatz erhöhen kann.

Eltern sollten bei der Planung ihrer Finanzen die möglichen steuerlichen Auswirkungen des Elterngeldes berücksichtigen, um nicht unerwartet höhere Steuern auf ihr übriges Einkommen zahlen zu müssen.

Tipp

Lass dir frühzeitig von einem Steuerberater berechnen, wie sich das Elterngeld auf deine Steuerlast auswirkt. Ein Steuerklassenwechsel vor der Geburt kann die Höhe des Elterngeldes positiv beeinflussen.

Planung des Bezuges

Um den Bezug optimal zu planen, sollten Eltern sich frühzeitig informieren und die verschiedenen Varianten mithilfe eines Elterngeldrechners online berechnen, wie hoch die persönliche Summe ausfallen wird.

Der Antrag muss bei der zuständigen Elterngeldstelle eingereicht werden, und es ist ratsam, den Antrag frühzeitig vorzubereiten, da bestimmte Unterlagen wie die Geburtsurkunde und Einkommensnachweise benötigt werden.

Zudem sollten Eltern darauf achten, die verschiedenen Varianten sinnvoll zu kombinieren, um die besten finanziellen Ergebnisse zu erzielen. Eine Beratung durch Fachleute kann hier ebenfalls von Vorteil sein, um die individuelle Situation optimal zu berücksichtigen.

Tipps zur optimalen Nutzung des Elterngeldes

  • Frühzeitig informieren: Nutze Elterngeldrechner und informiere dich über die verschiedenen Varianten, bevor das Kind geboren wird.
  • Varianten kombinieren: Basiselterngeld und ElterngeldPlus lassen sich strategisch kombinieren, um die Bezugsdauer zu verlängern.
  • Partnerschaftsbonus nutzen: Wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten, können zusätzliche Monate beansprucht werden.
  • Teilzeitregelungen prüfen: Die flexiblen Teilzeitregelungen ermöglichen es, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen.
  • Professionelle Beratung: Ein Steuerberater oder eine Elterngeldberatung kann helfen, die individuell beste Strategie zu finden.

Fazit

Das Elterngeld bleibt auch 2025 eine wichtige finanzielle Unterstützung für junge Familien. Mit den neuen Einkommensgrenzen werden jedoch weniger Eltern anspruchsberechtigt sein. Wer die finanzielle Unterstützung optimal nutzen möchte, sollte sich frühzeitig informieren und die verschiedenen Varianten klug kombinieren.

Eine sorgfältige Planung und das Bewusstsein für die neuen Regelungen können entscheidend dafür sein, wie gut Familien die Zeit nach der Geburt eines Kindes finanziell bewältigen können. Das Elterngeld fördert nicht nur die finanzielle Sicherheit von Familien, sondern auch die aktive Mitgestaltung der Eltern in der ersten Lebensphase ihres Kindes.

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SundaeOS Redaktion

Workforce Management Experten

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